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Fiskalpolitik während und nach der Corona-Krise

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Präsentation von Isabell Koske im Rahmen im Rahmen eines Webinars vom OECD Berlin Centre am 9. Dezember 2020.

Publicada em: Economia e finanças
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Fiskalpolitik während und nach der Corona-Krise

  1. 1. @OECD@OECDeconomy http://www.oecd.org/economy/germany-economic-snapshot/ Fiskalpolitik während und nach der Corona-Krise Isabell Koske, Deputy Director, Economics Department, OECD 9. Dezember 2020
  2. 2. Kernaussagen 2 • Durch entschlossenes staatliches Handeln wurden die Kapazitäten des Gesundheitssystems gestärkt und zugleich Arbeitsplätze und Unternehmen geschützt. • Die fiskalischen Impulse für die Erholung müssen auf kurze Sicht beibehalten und im Fall einer Wachstumsschwäche erweitert werden. • Die Förderung von Investitionen in eine erfolgreiche digitale Transformation und Energiewende ist zu begrüßen, es muss aber mehr getan werden, um Kapazitätsengpässe zu beseitigen. • Eine Verlagerung der Steuerlast von den Erwerbseinkommen auf Umweltsteuern, Grundsteuern und die Besteuerung von Kapitaleinkünften würde bessere Anreize und Effizienzsteigerungen bewirken.
  3. 3. Reales BIP Veränderung seit Q4 2019 in Prozent Wegen der Pandemie schrumpfte die Wirtschaftstätigkeit 3 Quelle: OECD Economic Outlook Database. -25 -20 -15 -10 -5 0 GBR FRA ITA CAN DEU USA JPN -25 -20 -15 -10 -5 0 Q2 2020 Q3 2020
  4. 4. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit wurde durch Kurzarbeit abgefedert 4 Arbeitslosenquote In Prozent der Erwerbsbevölkerung Quelle: OECD Short-Term Labour Force Statistics Database. 0 3 6 9 12 15 0 3 6 9 12 15 Deutschland Italien Frankreich OECD Schweden Ver. Staaten Kanada Spanien Jan. 2020 Mai 2020 Deutschland
  5. 5. Günstige Bedingungen für eine Fortsetzung der konjunkturstützenden Fiskalpolitik 5 Staatliche Schuldendienstzahlungen in % des nominalen BIP Anmerkung: Staatliche Bruttozinszahlungen im Verhältnis zum nominalen BIP. Der Wert für das 3. Quartal 2020 beruht bei einigen Ländern auf einer Projektion. Quelle: OECD Economic Outlook 108 Database, OECD-Berechnungen. 0 1 2 3 4 5 0 1 2 3 4 5 USA ITA CAN MEX ESP ISR GBR BEL JPN AUT FRA KOR DNK DEU FIN NLD AUS NOR SWE CHE 2020Q3 2014
  6. 6. Gesamtstaatlicher Finanzierungssaldo In % des BIP Die fiskalischen Impulse sollten nicht zu schnell entzogen werden 6 Quelle: OECD Economic Outlook Database 1 2 3 4 5 6 7 8 -10 -8 -6 -4 -2 0 2 4 -10 -8 -6 -4 -2 0 2 4 2017 2018 2019 2020 2021 2022
  7. 7. Die öffentlichen Investitionen sind relativ niedrig 7 Quelle: OECD Economic Outlook Database. Gesamtstaatliche Investitionen In Prozent des BIP, 2019 0 1 2 3 4 5 6 7 PRT ESP GRC ITA IRL DEU BEL ISR MEX GBR AUT CHE LTU DNK NLD ISL USA SVK FRA OECD SVN CAN AUS TUR FIN POL LUX CZE SWE EST LVA KOR JPN NZL NOR HUN 0 1 2 3 4 5 6 7
  8. 8. Die öffentlichen Investitionen steigen, die Kommunen können jedoch noch mehr tun 8 Anmerkung: Nettoinvestitionen = staatliche Bruttoanlageinvestitionen abzüglich Abschreibungen. Quelle: OECD National Accounts Database. Nettoinvestitionen In Prozent des BIP -0.3 -0.2 -0.1 0.0 0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.6 -0.3 -0.2 -0.1 0 0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.6 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Gemeinden Länder Bund Öffentliche Haushalte insg.
  9. 9. Höhere öffentliche Investitionen sind mit einer Stabilisierung der Verschuldung vereinbar 9 Quelle: OECD Economic Outlook Database 0 20 40 60 80 100 0 20 40 60 80 100 2000 2005 2010 2015 2020 2025 2030 2035 2040 2045 2050 2055 2060 Basisszenario: Schuldenbremse Adverses Szenario Ohne Kompensation der steigenden alterungsbedingten Kosten Höhere Investitionen Staatsschuldenquote Maastricht-Abgrenzung, in % des BIP
  10. 10. Der Anteil schneller Festnetz- Breitbandanschlüsse ist gering 10 Festnetz-Breitbandanschlüsse mit vertraglich zugesicherten Übertragungsraten von mehr als 100 Mbit/s Dezember 2019 Quelle: OECD Broadband Portal. 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 KOR SWE PRT ESP ISL HUN CHE BEL LVA USA LUX POL CHL LTU NLD ITA DNK FIN OECD NOR CAN IRL SVN SVK NZL FRA CZE DEU EST GBR ISR AUT AUS MEX COL GRC TUR In %In %
  11. 11. Die Investitionen in IKT und Wissenskapital sind niedrig 11 In Prozent des BIP, 2016 Quelle: OECD-Berechnungen auf der Basis der OECD National Accounts Database und INTAN-Invest-Daten. 0 2 4 6 8 10 12 14 16 0 2 4 6 8 10 12 14 16 DEU GBR FIN FRA NLD BEL USA SWE Sonstiges Wissenskapital, z. B. Organisationskapital und Weiterbildung FuE und sonstige Produkte geistigen Eigentums Computersoftware und Datenbanken IKT-Ausrüstung
  12. 12. Mehr Wagniskapital würde jungen Unternehmen helfen 12 0 0.02 0.04 0.06 0.08 0.1 0.12 0.14 0.16 0.18 LVA SVN LTU CZE GRC SVK ITA PRT POL AUT JPN LUX AUS NZL NOR ESP IRL DEU NLD SWE BEL HUN CHE FRA DNK GBR FIN EST KOR Seed-Phase Gründungs- und übrige Frühphase Spätere Phasen 0 0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.6 0.7 CAN ISR USA Quelle: OECD Entrepreneurship Financing Database. In Prozent des BIP, 2019
  13. 13. Die umweltbezogenen Steuern sind niedrig 13 0 20 40 60 80 CHE NOR GBR FRA ITA DEU B. Prozentsatz der mindestens mit 30 EUR bzw. 60 EUR bepreisten CO2-Emissionen 2015 30 EUR 60 EUR 0.0 0.5 1.0 1.5 2.0 2.5 3.0 Deutschland OECD (Median) A. Umweltbezogene Steuern In Prozentdes BIP, 2018 Energie Verkehr Verschmutzung Ressourcen Insgesamt, 2000
  14. 14. Die Steuern und Abgaben auf Erwerbseinkommen sind hoch 14 Quelle: OECD, Taxing Wages 2020 Durchschnittliche Steuer- und Abgabenbelastung (Steuerkeil) Alleinverdienerpaar mit 2 Kindern und Durchschnittsverdienst OECD-Durchschnitt, 26.4 ▼ -25 -15 -5 5 15 25 35 45 55 Sozialversicherung Arbeitgeber Sozialversicherung Arbeitnehmer Transfers Einkommensteuer Durchschnittlicher Steuerkeil (in %) %
  15. 15. Empfehlungen für die Investitionsförderung und eine nachhaltige Erholung 15 • Die kommunalen Planungskapazitäten durch kommunenübergreifende Zusammenarbeit, Weiterbildung und Neueinstellungen ausbauen. • Die Ausgaben für hochwertige öffentliche Investitionen weiter erhöhen, u. a. über Finanzhilfen für die Kommunen. • Emissionsarme Alternativen schaffen durch den Ausbau der öffentlichen Verkehrsangebote und der Ladeinfrastruktur, durch gute Stadtplanung und durch mehr Homeoffice-Möglichkeiten. • Die Emissionsbepreisung branchen- und energieträgerübergreifend stärker vereinheitlichen. • Die Genehmigungsverfahren (einschließlich Wegerechte) für den Ausbau von Kommunikationsnetzen verkürzen. • Die Rahmenbedingungen für Unternehmensinvestitionen in Wissenskapital verbessern, u. a. durch eine Prüfung der Höchstgrenze für die steuerliche FuE-Förderung und mehr Later-Stage-Wagniskapital. • Die Besteuerung der Erwerbseinkommen verringern und Umweltsteuern, Grundsteuern und die Besteuerung von Kapitaleinkünften erhöhen.

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