Update Facebook & Recht – Die 10 wichtigsten Regeln, um kein „blaues“ Wunder zu erleben                         22.11.2012...
Die Referenten: RA Dr. Carsten Ulbricht       IT-Recht / Gewerblicher Rechtsschutz       und Datenschutz       Spezialisie...
Überblick A.     Gesetze und Richtlinien von Facebook B.     Accountname C.     Impressum D.     Gewinnspiele E.     Fake-...
A. Gesetzliche Grundlagen    Telemediengesetz (TMG)    Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)    Urheberrecht (UrhG)    Gesetz...
A. Regelungsrahmen bei Facebook    Erklärung der Rechte und Pflichten    Datenverwendungsrichtlinien    Nutzungsbedingu...
A. Regelungsrahmen bei FacebookReaktion bei Löschung/Sperrung Kontaktaufnahme/Informationsbeschaffung  schwierig Rechtli...
B. Accountname   Account Name    Ähnlich Domain (umfangreiche     Rechtsprechung)    Markenverletzung    Fake-Accounts ...
B. Accountname   Account Name    Vorherige Prüfung    Eigener Name (www.namechk.com)   Empfehlung bei „Account-Grabbing“...
C. Impressum   Notwendigkeit eines Impressums    Informationspflichten nach § 5 TMG und     §§ 54, 55 RfStV    für gesch...
C. Impressum   Gestaltung des Impressum    § 5 Abs. 1 TMG: „leicht erkennbar,     unmittelbar erreichbar und ständig     ...
C. Impressum   Gestaltungsmöglichkeiten               Tab mit Bezeichnung „Impressum“ + Link               Tab „Info“ be...
1. Promotions auf Facebook sind im Rahmen der Anwendungen auf facebook.com zu           D. Gewinnspiele   organisieren, en...
D. Gewinnspiele    Gewinnspiele nur in Applikationen (Canvasseite oder     eigene Anwendung)    Keine Facebook Funktion ...
D. Gewinnspiele   Plattform-Richtlinien (Richtlinien für Applikationen)    Keine Integration oder Förderung anderer Socia...
D. Gewinnspiele   Teilnahme-/Gewinnspielbedingungen:   1.       Teilnehmerkreis   2.       Beginn und Ende   3.       Gewi...
E. Fake-Profile und Fake-Kommentare    Bekämpfung unlauterer     Wettbewerbshandlungen (UWG)    Zielsetzung: Regulierung...
E. Fake-Profile und Fake-Kommentare   § 4 Beispiele unlauterer geschäftlicher Handlungen   Unlauter handelt insbesondere, ...
F. Spam auf Facebook   Wettbewerbsrecht    Werbliche Nachrichten in privaten     Posteingang können als Spam deklariert  ...
G. Urheberrecht   Urheberrecht   § 1 UrhG              Schutz von Werken der Literatur,                         Kunst & Wi...
G. Urheberrecht  Bei      persönlichen geistigen Schöpfungen      mit hinreichender Schöpfungshöhe      Fotos  „automa...
G. Urheberrecht  Embedding = Urheberrechtsverstoß ?   Nicht abschließend geklärt   www.kurzlink.de/embedding  Maßnahmen ...
H. Bildrechte  Besonderheiten bei Fotos  Personen       Recht am eigenen Bild       Grundsätzlich Einwilligung einholen ...
I. Datenschutz und Umgang mit Like Button   Datenschutz    Schutz personenbezogener Daten vor     Mißbrauch    Recht auf...
I. Datenschutz und Umgang mit Like Button   BDSG regelt    Erhebung, Speicherung und    Nutzung („Datenverwendung“) von   ...
I. Datenschutz und Umgang mit Like Button     Webseitenbetreiber                  0010101001010010100101001001101010100100...
I. Datenschutz und Umgang mit Like Button   Problemfälle im Social Web    Google Analytics & Co    „I-Like“ Button    W...
I. Datenschutz und Umgang mit Like Button   Lösungsmöglichkeiten für Social Plugins    Keine Social Plugins     Zwei-Kl...
© RA Dr. Ulbricht 2012
J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte                                   Plattform Plattformbetreiber         =          ...
J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte                                      PlattformPlattformbetreiber        =         ...
J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte           Keine Pflicht zur Vorab-Kontrolle           Verantwortlichkeit erst ab...
J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte   Praxishinweise:   1.    Hinweise auf rechtsverletzende Inhalte auf         Begrü...
J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte   Handlungsempfehlungen:    „Spielregeln“ wichtig    „Virtuelles Hausrecht“ des ...
Resümee© RA Dr. Ulbricht 2012
X12  10 (rechtliche) Gebote 1.     Richtlinien von Facebook beachten 2.     Accountname sichern und „verteidigen“ 3.     I...
Resümee          „Social Media is here to stay“          Akzeptanz der steigenden Bedeutung von Social           Media  ...
Resümee Social Media erobern (auch „analoge“) Unternehmen       Wendepunkt der Geschäftswelt       Schwelle zu dramatisc...
Weiterführende Links       Übersicht “Social Media & Recht„        (www.kurzlink.de/socialweb )       Social Media Marke...
Buchvorstellung                         www.kurzlink.de/smbuch© RA Dr. Ulbricht 2012
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit...                                                      e                             ...
Próximos SlideShares
Carregando em…5
×

Facebook & Recht

6.145 visualizações

Publicada em

Facebook & Recht auf der Allfacebook Marketing Konferenz

Publicada em: Negócios
  • Seja o primeiro a comentar

Facebook & Recht

  1. 1. Update Facebook & Recht – Die 10 wichtigsten Regeln, um kein „blaues“ Wunder zu erleben 22.11.2012 Berlin© RA Dr. Ulbricht 2012
  2. 2. Die Referenten: RA Dr. Carsten Ulbricht IT-Recht / Gewerblicher Rechtsschutz und Datenschutz Spezialisierung: Internet, Social Web & Enterprise 2.0 Blog „Web 2.0, Social Media & Recht“ unter www.rechtzweinull.de www.twitter.com/intertainment© RA Dr. Ulbricht 2012
  3. 3. Überblick A. Gesetze und Richtlinien von Facebook B. Accountname C. Impressum D. Gewinnspiele E. Fake-Profile und Fake-Kommentare F. Spam auf Facebook G. Urheberrecht H. Recht am eigenen Bild I. Datenschutz und Umgang mit Like Button J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte© RA Dr. Ulbricht 2012
  4. 4. A. Gesetzliche Grundlagen Telemediengesetz (TMG) Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) Urheberrecht (UrhG) Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) Markenrecht (MarkenG)© RA Dr. Ulbricht 2012
  5. 5. A. Regelungsrahmen bei Facebook Erklärung der Rechte und Pflichten Datenverwendungsrichtlinien Nutzungsbedingungen für Facebook Seiten Plattfform Richtlinien Bereich für Markengenehmigungen Standards der Facebook-Gemeinschaft Richtlinien für Werbeanzeigen Richtlinien für Facebook Credits Zahlungsbedingungen Rechtsfolge: Teilweise oder vollständige Einstellung der Bereitstellung von Facebook möglich (Nr. 15)© RA Dr. Ulbricht 2012
  6. 6. A. Regelungsrahmen bei FacebookReaktion bei Löschung/Sperrung Kontaktaufnahme/Informationsbeschaffung schwierig Rechtliche Schritte Ansprüche bei unzulässiger Sperrung eines Internet-Accounts (OLG Brandenburg, Az. 6 W 183/08)© RA Dr. Ulbricht 2012
  7. 7. B. Accountname Account Name  Ähnlich Domain (umfangreiche Rechtsprechung)  Markenverletzung  Fake-Accounts  Nutzungsbedingungen für Facebookseiten  Vorsicht bei  Marken  Namen von Unternehmen  Städtenamen  staatliche Einrichtungen© RA Dr. Ulbricht 2012 7
  8. 8. B. Accountname Account Name  Vorherige Prüfung  Eigener Name (www.namechk.com) Empfehlung bei „Account-Grabbing“:  Abgestuft vorgehen  Vorgehen über Facebook Ltd (Irland) oft sinnvoll© RA Dr. Ulbricht 2012 8
  9. 9. C. Impressum Notwendigkeit eines Impressums  Informationspflichten nach § 5 TMG und §§ 54, 55 RfStV  für geschäftsmäßig genutzte Telemedien  LG Aschaffenburg (AZ. 2 HK O 54/11) bestätigt Impressumspflicht bei Facebook© RA Dr. Ulbricht 2012 9
  10. 10. C. Impressum Gestaltung des Impressum  § 5 Abs. 1 TMG: „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ Erreichbarkeit über zwei Klicks (BGH vom 20.7.2006 (Az. I ZR 228/03)) „Anbieterkennzeichnung“,„Impressum“ oder „Kontakt“ Weiterführend: www.kurzlink.de/impressumspflicht© RA Dr. Ulbricht 2012 10
  11. 11. C. Impressum Gestaltungsmöglichkeiten  Tab mit Bezeichnung „Impressum“ + Link  Tab „Info“ bei Facebook genügt nach (zweifelhafter) Ansicht des LG Aschaffenburg nicht  Bei Impressum auf Webseite Bezug zu jeweiliger Social Media Präsenz nehmen Notwendige Informationen  § 5 TMG  § 55 RfStV  DienstleistungsInfoVO  Branchenspezifika© RA Dr. Ulbricht 2012 11
  12. 12. 1. Promotions auf Facebook sind im Rahmen der Anwendungen auf facebook.com zu D. Gewinnspiele organisieren, entweder auf einer Canvasseite oder über eine Anwendung auf dem Reiter einer Facebook-Seite.2. Promotions auf Facebook müssen folgende Elemente enthalten: a. Eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem Teilnehmer. Gesetzliche Vorgaben b. Anerkennung, dass die Promotion in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert wird bzw. in keiner Verbindung zu Facebook steht.  Transparenz die Informationen [dem/den Empfänger(n) der c. Offenlegung, dass der Teilnehmer Informationen] und nicht Facebook bereitstellt.  Datenschutzrecht3. Du darfst keine Facebook-Funktionen zur automatischen Registrierung bzw. Teilnahme an der Promotion nutzen.  Wettbewerbsrecht Beispielsweise darf das Anklicken von „Gefällt mir“ auf einer Seite bzw. Besuch eines Ortes nicht zur automatischen Registrierung bzw. Teilnahme eines Teilnehmers an einer Promotion führen.4. Du darfst die Registrierung bzw. Teilnahme nicht davon abhängig machen, dass der Nutzer Vorgaben von Facebook bestimmte Handlungen unter Verwendung von irgendwelchen Facebook-Funktionen durchführt, außer dem Anklicken von „Gefällt mir“ auf einer Seite, des Besuchs eines Ortes oder der Verbindung mit deiner Anwendung. Beispielsweise darfst du für die Registrierung bzw.  Regeln für Promotions Teilnahme nicht zur Bedingung machen, dass dem Nutzer ein Pinnwandeintrag gefällt bzw. der Nutzer ein Foto kommentiert oder eines an einer Pinnwand postet.  Promotion = – wie z. B. die „Gefällt mir“-Schaltfläche – zur5. Du darfst keine Facebook-FunktionenWettbewerbe, Werbegeschenke und Preisausschreiben Abstimmung über eine Promotion verwenden.6. Du darfst die Gewinner nicht über Facebook benachrichtigen, wie z. B. über Facebook- Nachrichten, -Chat oder -Beiträge in Profilen bzw. auf Facebook-Seiten.7. ….. © RA Dr. Ulbricht 2012 12
  13. 13. D. Gewinnspiele  Gewinnspiele nur in Applikationen (Canvasseite oder eigene Anwendung)  Keine Facebook Funktion als  automatische Teilnahmevoraussetzung  zwingende Teilnahmevoraussetzung (Ausnahmen!)  zur Abstimmung  Notwendige Inhalte der Teilnahmebedingungen  Freistellung von Facebook  Keine Verbindung zu Facebook  Offenlegung des Datenempfängers  Keine Gewinnbenachrichtigungen über Facebook© RA Dr. Ulbricht 2012 13
  14. 14. D. Gewinnspiele Plattform-Richtlinien (Richtlinien für Applikationen)  Keine Integration oder Förderung anderer Social Media Plattformen (Nr. I 12.)  Datensparsamkeit (Nr. II 1.)  Integration von Datenschutzrichtlinien (Nr. II 2.)  Löschungsmöglichkeit für Nutzer (Nr. II 12.)  Verbotene Inhalte (Nr. III B.)© RA Dr. Ulbricht 2012 14
  15. 15. D. Gewinnspiele Teilnahme-/Gewinnspielbedingungen: 1. Teilnehmerkreis 2. Beginn und Ende 3. Gewinn 4. Auswahlprozess transparent regeln 5. Ggfls. Nutzungsrechte übertragen 6. Facebook Spezifika 7. Datenschutzhinweise 8. Rechtsweg ist ausgeschlossen© RA Dr. Ulbricht 2012 15
  16. 16. E. Fake-Profile und Fake-Kommentare  Bekämpfung unlauterer Wettbewerbshandlungen (UWG)  Zielsetzung: Regulierung des Wettbewerbs zwischen den Marktteilnehmern Freier Leistungswettbewerb Werberecht© RA Dr. Ulbricht 2012
  17. 17. E. Fake-Profile und Fake-Kommentare § 4 Beispiele unlauterer geschäftlicher Handlungen Unlauter handelt insbesondere, wer 1. geschäftliche Handlungen vornimmt, die geeignet sind, die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher oder sonstiger Marktteilnehmer durch Ausübung von Druck, in menschenverachtender Weise oder durch sonstigen unangemessenen unsachlic en Einfluss zu beeinträchtigen; “Die ARAG ist die beste 2. geschäftliche Handlungen vornimmt, die geeignet sind geistige oder körperliche Gebrechen, das Alter, die geschäftliche Einstweilige Verfügung Unerfahrenheit, die Leichtgläubigkeit, die Angst oder die Zwangslage von Verbrauchern auszunutzen: Rechtsschutzversicherung, die es gibt. Einmal 3. den Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen verschleiert; LG Hamburg Az. 312 O 715/11 4. bei Verkaufsförderungsmaßnahmen wie Preisnachlässen, Zugaben oder Geschenken die Bedingungen für ihre angefragt, schon kam die Deckungszusage, mein Inanspruchnahme nicht klar und eindeutig angibt; Anwalt als auch ich sind begeistert. Weiter so 5. bei Preisausschreiben oder Gewinnspielen mit Werbecharakter die Teilnahmebedingungen nicht klar und eindeutig angibt; Verschleierte Werbung (§ 4 Nr.3 UWG) 6. die Teilnahme von Verbrauchern an einem Preisausschreiben oder Gewinnspiel von dem Erwerb einer Ware oder der ARAG und mit dem neuen Produkt Recht & Heim Inanspruchnahme einer Dienstleistung abhängig macht, es sei denn, das Preisausschreiben oder Gewinnspiel ist naturgemäß mit Zurechnung der Handlung eines der Ware oder der Dienstleistung verbunden; ist die ARAG unschlagbar. Eine der fairsten und Mitarbeiters (§ 8 Abs.2 UWG) 7. die Kennzeichen, Waren, Dienstleistungen, Tätigkeiten oder persönlichen oder geschäftlichen Verhältnisse eines Mitbewerbers kompetentesten Versicherungen, die ich kenne.” herabsetzt oder verunglimpft; 8. über die Waren, Dienstleistungen oder das Unternehmen eines Mitbewerbers oder über den Unternehmer oder ein Mitglied der Unternehmensleitung Tatsachen behauptet oder verbreitet, die geeignet sind, den Betrieb des Unternehmens oder den Kredit des Weiterführend: Unternehmers zu schädigen, sofern die Tatsachen nicht erweislich wahr sind; Handelt es sich um vertrauliche Mitteilungen und hat www.kurzlink.de/arag der Mitteilende oder der Empfänger der Mitteilung an ihr ein berechtigtes Interesse, so ist die Handlung nur dann unlauter, wenn die Tatsachen der Wahrheit zuwider behauptet oder verbreitet wurden; www.kurlink.de/weleda 9. Waren oder Dienstleistungen anbietet, die eine Nachahmung der Waren oder Dienstleistungen eines Mitbewerbers sind, wenn er a) eine vermeidbare Täuschung der Abnehmer über die betriebliche Herkunft herbeiführt, b) die Wertschätzung der nachgeahmten Ware oder Dienstleistung unangemessen ausnutzt oder beeinträchtigt oder c) die für die Nachahmung erforderlichen Kenntnisse oder Unterlagen unredlich erlangt hat; 10. Mitbewerber gezielt behindert; 11. einer gesetzlichen Vorschrift zuwiderhandelt, die auch dazu bestimmt ist, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln.© RA Dr. Ulbricht 2012
  18. 18. F. Spam auf Facebook Wettbewerbsrecht  Werbliche Nachrichten in privaten Posteingang können als Spam deklariert werden (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG)  Kein Spam (Nr. 3.1. Erklärung Rechte und Pflichten)  Zustimmung vor werblicher Kontaktaufnahme in Posteingang  Gemässigter Einsatz / keine Massenmails© RA Dr. Ulbricht 2012 18
  19. 19. G. Urheberrecht Urheberrecht § 1 UrhG Schutz von Werken der Literatur, Kunst & Wissenschaft § 2 UrhG Sprachwerke bei Schöpfungshöhe Werke der Musik Lichtbildwerke Filmwerke© RA Dr. Ulbricht 2012
  20. 20. G. Urheberrecht Bei  persönlichen geistigen Schöpfungen  mit hinreichender Schöpfungshöhe  Fotos „automatischer“ Schutz G ??? RIN  keine Registrierung O SHA ISIK GSR  keine Kennzeichnung erforderlich N FTU nur mit Zustimmung des HA Veröffentlichung Urhebers/Nutzungsberechtigten  Veröffentlichung im Internet ist keine Freigabe zur Nutzung© RA Dr. Ulbricht 2012 20
  21. 21. G. Urheberrecht Embedding = Urheberrechtsverstoß ?  Nicht abschließend geklärt  www.kurzlink.de/embedding Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos  Einfacher Link statt Einbindung  Posten von Webseiten mit Sharing Button  Zitat gemäß § 51 UrhG (unsicher)  Ausländische Quellen (unsicher)  www.kurzlink.de/sharing© RA Dr. Ulbricht 2012 21
  22. 22. H. Bildrechte Besonderheiten bei Fotos Personen  Recht am eigenen Bild  Grundsätzlich Einwilligung einholen (ausdrücklich/konkludent) oder  Ausnahme Fall des § 23 I KUG − Versammlungen/Aufzüge − Personen der Zeitgeschichte − Person nur Beiwerk Sachaufnahmen  Panoramafreiheit (§ 59 UrhG) – von frei zugänglichem Ort© RA Dr. Ulbricht 2012
  23. 23. I. Datenschutz und Umgang mit Like Button Datenschutz  Schutz personenbezogener Daten vor Mißbrauch  Recht auf informationelle Selbstbestimmung  Wesentliche Regelungen im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), in den Landesdatenschutzgesetzen (LDSG) und im Telemediengesetz (TMG) Keyword: personenbezogene Daten© RA Dr. Ulbricht 2012
  24. 24. I. Datenschutz und Umgang mit Like Button BDSG regelt Erhebung, Speicherung und Nutzung („Datenverwendung“) von personenbezogenen Daten Datenverwendung zulässig, wenn gesetzlich erlaubt oder mit Einwilligung (§ 4 Abs.1 BDSG)  Verbot mit Erlaubnisvorbehalt© RA Dr. Ulbricht 2012
  25. 25. I. Datenschutz und Umgang mit Like Button Webseitenbetreiber 001010100101001010010100100110101010010001010001 001001001010010101001010101010010011111001010110 Nutzer 101010100101010010100101001010101001001010110101 PROBLEM: 00 00 10 Weitergabe von 10 10 101 10 01 00 10 0 0 10 10 10 10 01 10 01 01 01 01 personenbezogenen Daten 01 01 00 00 01 10 10 00 10 10 10 01 01 10 00 01 10 11 00 10 01 10 10 01 10 01 01 10 00 0 0 10 11 10 01 11 00 00 10 10 10 01 10 10 0 1 00 1 1 01 1 01 10 01 Serviceanbieter© RA Dr. Ulbricht 2012
  26. 26. I. Datenschutz und Umgang mit Like Button Problemfälle im Social Web  Google Analytics & Co  „I-Like“ Button  Weitere Social Plugins Weiterführend: Google Analytics www.kurzlink.de/analytics Facebook Like Button www.kurzlink.de/like© RA Dr. Ulbricht 2012
  27. 27. I. Datenschutz und Umgang mit Like Button Lösungsmöglichkeiten für Social Plugins  Keine Social Plugins   Zwei-Klick Buttons Problem: Hinreichende Aufklärung Beschluss des Düsseldorfer Kreises vom 8.12.2011: „Wenn sie die über ein Plugin mögliche Datenver- arbeitung nicht überblicken, dürfen sie daher solche Plugins nicht ohne weiteres in das eigene Angebot einbinden.“ siehe www.kurzlink.de/beschluss  Datenschutzbehörden wohl vorübergehend bereit, Ersatzlösungen zu akzeptieren (vgl. 30.Tätigkeits- bericht des Landesbeauftragten Datenschutz Ba-Wü (S.73))© RA Dr. Ulbricht 2012
  28. 28. © RA Dr. Ulbricht 2012
  29. 29. J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte Plattform Plattformbetreiber = Community Diensteanbieter      Rechteinhaber •Urheberrechte rer § •Markenrechte Stö •Wettbewerbsrecht •Persönlichkeitsrechte© RA Dr. Ulbricht 2012
  30. 30. J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte PlattformPlattformbetreiber = Community Diensteanbieter  r  st öre  t Mi   Rechteinhaber •Urheberrechte r •Markenrechte St öre § •Wettbewerbsrecht •Persönlichkeitsrechte© RA Dr. Ulbricht 2012
  31. 31. J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte  Keine Pflicht zur Vorab-Kontrolle  Verantwortlichkeit erst ab Kenntnis  „notice & take down“-Grundsatz  Prüfungspflichten ab Kenntnis  Einrichtung von technisch möglichen und zumutbaren Prüfungsmechanismen (z.B. Filtersysteme)© RA Dr. Ulbricht 2012
  32. 32. J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte Praxishinweise: 1. Hinweise auf rechtsverletzende Inhalte auf Begründetheit prüfen 2. Bei plausiblen Rechtsverletzungen, Inhalte unverzüglich löschen 3. Danach Kontroll- und Überwachungs- pflichten beachten  Bei Abmahnungen muss weder strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, noch die Abmahnungskosten getragen werden Weiterführend: www.kurzlink.de/haftung© RA Dr. Ulbricht 2012
  33. 33. J. Haftung für nutzergenerierte Inhalte Handlungsempfehlungen:  „Spielregeln“ wichtig  „Virtuelles Hausrecht“ des Betreibers  Mit richtiger Gestaltung, ent- sprechenden Spielregeln und der richtigen Reaktion ist das Risiko kontrollier- und kalkulierbar© RA Dr. Ulbricht 2012 33
  34. 34. Resümee© RA Dr. Ulbricht 2012
  35. 35. X12 10 (rechtliche) Gebote 1. Richtlinien von Facebook beachten 2. Accountname sichern und „verteidigen“ 3. Impressum einrichten 4. Gewinnspielbedingungen & Datenschutzerklärung 5. Transparenz (keine Fake-Accounts & -kommentare) 6. Vorsicht bei Vergleichen mit Wettbewerbern 7. Kein Spam auf Facebook 8. Urheberrecht beachten (Sharing Button) 9. (Konkludente) Einwilligung bei Bildern 10. Kein Like Button oder Zwei Klick Button 11. „SPIELREGELN“ VORSEHEN 12. NOTICE-AND-TAKEDOWN GRUNDSATZ BEACHTEN© RA Dr. Ulbricht 2012
  36. 36. Resümee  „Social Media is here to stay“  Akzeptanz der steigenden Bedeutung von Social Media  Bestandsaufnahme und Steuerung der Nutzung der Sozialen Medien  Schaffung von Medienkompetenz  Anpassung/Erstellung spezifischer Guidelines  ggfls. (Zusatz-)vereinbarung für Social Media Manager  Konformität von (Werbe-)maßnahmen in Social Media  Umgang mit nutzergenerierten Inhalten  Risikoszenarien vorbereiten© RA Dr. Ulbricht 2012
  37. 37. Resümee Social Media erobern (auch „analoge“) Unternehmen  Wendepunkt der Geschäftswelt  Schwelle zu dramatischen Veränderungen der Organisation, Innovation und Wertschöpfung  Offene, vernetzte Unternehmen setzen auf Kollaboration als neue Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit© RA Dr. Ulbricht 2012
  38. 38. Weiterführende Links  Übersicht “Social Media & Recht„ (www.kurzlink.de/socialweb )  Social Media Marketing & Recht – Dos and Donts beim Werben im Social Web (www.kurzlink.de/some)  Einräumung von Nutzungsrechten bei Facebook, Youtube &Co (www.kurzlink.de/nutzungsrechte)  Urteil des LG Berlin: Facebook Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung teilweise rechtswidrig (www.kurzlink.de/tos)  Social Media Richtlinien – (Rechtliche) Leitplanken schaffen Medienkompetenz (www.kurzlink.de/medienkompetenz )  Wem „gehören“ Social Media Accounts ? (http://kurzlink.de/account)© RA Dr. Ulbricht 2012
  39. 39. Buchvorstellung www.kurzlink.de/smbuch© RA Dr. Ulbricht 2012
  40. 40. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit... e ull .d ein tzw RA Dr. Carsten Ulbricht M.C.L.ch .r e Hölderlinplatz 5 w ww D-70193 Stuttgart .com/intertainment Tel. +49 711 228545-0 Fax +49 711 2265570 culbricht@diempartner.de© RA Dr. Ulbricht 2012

×